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Roter Abend:
Jeden 1. Mittwoch im Monat veranstalten wir den Roten Abend im Stadtteilladen Zielona Gora. Dort informieren und diskutieren wir mit Filmen, ReferentInnen und Vorträgen über aktuelle Themen u.a. aus den Bereichen Soziales, Internationalismus, Antirepression und Kommunismus. Unser Ziel ist es, wichtige Themen aus einer revolutionären Perspektive heraus einzuschätzen und mit Interessierten zu diskutieren.
Der Rote Abend findet statt im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str. 73, Berlin-Friedrichshain jeden 1. Mittwoch im Monat. Die Veranstaltungen beginnen pünktlich um 20 Uhr. |
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Vorschau:
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1. Mai statt Roter Abend |
Da der 1. Mittwoch im Mai der 1. Mai ist, veranstalten wir stattdessen einen Kiezspaziergang und eine Videokundgebung gemeinsam mit sozialen Initiativen in Friedrichshain.
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Rückblick:
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Pierburg – Ihr Kampf ist unser Kampf |
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Vom 13. bis 17. August 1973 legten bis zu 2.000 Arbeiter_innen der Automobilzulieferfirma Pierburg in Neuss ohne gewerkschaftliche Unterstützung die Arbeit nieder. Für die migrantischen Beschäftigten, die den Streik initiiert hatten, war es der einzige Weg, gegen ihre doppelte Lohndiskriminierung als Frauen und Migrant_innen zu protestieren.
Obwohl der Unternehmer Alfred Pierburg lange jeden Kompromiss verweigerte, die Polizei repressiv gegen die streikenden Frauen vorging und in den Boulevardmedien eine mit rassistischen Tönen untersetzte Kampagne lief, wurde der Streik zu einem der erfolgreichsten Arbeitskämpfe der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte. |
Bücher und Filme thematisierten in den Folgejahren diesen Streik. Der Betriebsrat Dieter Braeg hat kürzlich mit einem im Verlag "Die Buchmacherei" veröffentlichten Band diesen Streik der Vergessenheit entrissen.
Wir wollen am Roten Abend den damals sehr populären Film "Pierburg – ihr Kampf ist unser Kampf" zeigen. Im Anschluss wollen wir gemeinsam darüber diskutieren, was an diesen Kampf migrantischer Frauen in einer Zeit noch sehr aktuell ist, in der Menschen aus europäischen Ländern in Deutschland arbeiten und um ihre minimalsten Rechte und den ihnen vorenthaltenen Lohn kämpfen müssen.
Film und Input über die Frage der Aktualität eines
Streiks migrantischer Frauen vor 40 Jahren
Roter Abend: Mittwoch, 03. April
2013 ab 20 Uhr
im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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JENSEITS DES FAHRPLANS
Parteikommunistisches Avantgarde-Bewusstsein und der Feminismus als wirkliche Avantgarde |
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Karl Marx definierte "Kommunismus" als "wirkliche Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt" (Deutsche Ideologie). Der Referent des Roten Abend im März wird eine Hypothese diskutieren, nach der die wirkliche Avantgarde seit '68 nicht diejenigen Kommunist_innen waren, die sich am lautesten als Avantgarde proklamierten, sondern dass dies vielmehr der Feminismus war, der die Gesellschaft in zentralen Bereichen tatsächlich verändert hat. Ein Großteil der Kommunist_innen, nicht nur aus dem Bereich des ML, haben diese Bewegung ignoriert, teilweise auch als kleinbürgerlich abgetan. |
Als Kommunist_innen, die von den Feministinnen gelernt haben, dass das Patriarchat neben Kapitalismus ein antagonistischer Unterdrückungsverhältnis und kein Nebenwiderspruch ist, wollen wir gemeinsam die Frage diskutieren, wo es Möglichkeiten der Kooperation zwischen Kommunist_innen und Feministinnen bei dem Vorhaben gibt, alle Ausbeutungs- und Unterdrückungsformen zu bekämpfen.
Veranstaltung mit Michael Klarmann
(men SPEAK abOUT men) http://profem.tk
Roter Abend: Mittwoch, 06. März
2013 ab 20 Uhr
im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Politische Streiks im Europa der Krise
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Am 14. November 2012 streikten Gewerkschafter_innen in mehreren europäischen Ländern erstmals koordiniert gegen die europäische Krisenpolitik. Die Welle der Generalstreiks seit 2010 hat die größte Beteiligung seit 1945.
Dennoch sind die Streiks defensiv ausgerichtet und bisher wenig erfolgreich. Wie kann dieser Widerspruch erklärt werden? |
Diese Frage wollen wir mit Herausgeber_innen und Autor_innen des vor einigen Wochen im VSA-Verlag erschienenen Buches "Politische Streiks im Europa der Krise" diskutieren. Sie werden Inputs zur Geschichte und aktuellen Renaissance der politischen Streiks in verschiedenen europäischen Ländern geben.
Natürlich soll die die Situation hierzulande, wo sich die DGB-Gewerkschaften nur zu einigen Solidaritätskundgebungen am 14.November entschließen konnten, eine wichtige Rolle am Roten Abend spielen. Mit in aktuellen sozialen Auseinandersetzungen engagierten Basisgewerkschafter_innen in und außerhalb des DGB wollen wir auch die Frage diskutieren, welchen Stellenwert Streiks in Deutschland auch jenseits des 14. November haben.
Roter Abend: Mittwoch, 06. Februar
2013 ab 20 Uhr
im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Kommunistische Organisierung – alles andere ist Quark! |
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Wir wollen die all jährlich statt findende Luxemburg-Liebknecht-Lenin-Demonstration und den 94. Gründungstag der KPD am Jahresbeginn 1919 zum Anlass nehmen, uns darüber zu unterhalten, wie eine kommunistische Theorie und Praxis jenseits von autoritären nominalsozialistischen Modellen, reformistischer Mitverwaltung des Kapitalismus und autonomer Teilbereichspolitik heute aussehen kann.
Luxemburg-Liebknecht-Lenin-Demo: 13.01.2013 10 h Frankfurter Tor |
Dazu werden Genoss_innen Bremer Basisgruppe Antifa sowie der Sozialistischen Initiative Berlin (SIB) und der Internationalen Kommunist_innen einige Thesen vorstellen.
Die Basisgruppe Antifa ist im kommunistischen …ums Ganze! Bündnis organisiert und kürzlich einen Strategieentwurf mit dem Titel "Die Kommunist*innen und der Klassenkampf" erarbeitet, den sie am Roten Abend vorstellen wird. SIB und IK sind Teil des NAO-Prozesses, der zur Neuformierung der radikalen Linken beitragen will und einen Diskussionsprozess zwischen Feminist*innen, Postautonomen und Komunist*innen begonnen hat.
Mit: Bremer Basisgruppe Antifa, sozialistische Initiative Berlin, internationale KommunistInnen
Roter Abend: Mittwoch, 02. Januar
2013 ab 20 Uhr
im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Feministische Politik in revolutionären Zusammenhängen |
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In vielen linken Gruppen spielen feministische Positionen eine gewisse Rolle, sei es in der Sprache von Flugblättern oder in der Übernahme von feministischen Inhalten. Die Schwierigkeit der meist männerdominierten Gruppen besteht jedoch darin, eine Politik zu entwickeln, in der Feminismus nicht nur hinten angehängt wird, sondern zu einer Grundlage der politischen Arbeit wird.
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Anhand der Diskussionen im NaO-Prozeß (Neue antikapitalistische Organisation), wollen wir diese Problematik ganz konkret mit unterschiedlichen Genoss_innen diskutieren. An dem Prozess und den Diskussionen beteiligt sich mittlerweile ein rundes Dutzend von Gruppen und Klein-Organisation teils mit Papieren, teils auch bei gemeinsamen Treffen.
Rike vom RSB Potsdam wird sich in ihrem Beitrag mit der Fragen befassen, wie die Organisationsstrukturen einer NaO aussehen müßten, damit Frauen in unmittelbar Diskussionen, aber auch generell mit ihren Anliegen „zu Wort kommen“. Dazu bezieht sie sich auf das Konzept der „Master suppression techniques“ der Sozialwissenschaftlerin Berit Ås. Der Begriff bezeichnet Methoden, mit denen Frauen insbesondere in Plenums- und Organisationssituationen, aber auch in harmlosen Gesprächen am Reden und Mitentscheiden gehindert werden. Dabei geht es auch darum, wie Menschen systematisch aus Informationsketten herausgehalten werden, damit Cliquen und Männerbünde sich (unbewusst) reproduzieren können. Die Referentin stellt fünf häufig vorkommende Techniken vor und möchte anschließend mit Euch ins Gespräch kommen, was wir diesen Herrschaftstechniken entgegensetzen und wie wir sie überwinden können.
Einen zweiten Beitrag wird die Gruppe [paeris] halten.
Bei der Veranstaltung geht es auch um die Frage, wie feministische Politik aus einer revolutionären Organisierung heraus entwickelt werden kann.
Roter Abend: Mittwoch, 05. Dezember
2012 ab 20 Uhr
im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Grenzen linker Gewerkschaftspolitik
am Beispiel von Opel Bochum |
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Seit Monaten wird in den Medien über drohende Entlassungen bei Opel-Bochum geschrieben. Manche von uns erinnern sich noch an die 7 Tage im Jahr 2004, als die kämpferischen Kolleg_innen von Opel Bochum die Produktion lahmlegten. Warum ist davon momentan nichts zu hören, fragen sich viele.
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Wir haben zum Roten Abend Wolfgang Schaumberg eingeladen, damit er uns über die aktuelle Situation der Bochumer Opel-Belegschaft informiert. Er war über viele Jahre in der von ihm mitbegründeten linksgewerkschaftlichen Gruppe Gewerkschafter_innen ohne Grenzen (GoG) bei Opel Bochum aktiv. Uns interessiert dabei die Frage, wie eine linke Antwort auf das vom Opel-Management propagierte Ausspielen der unterschiedlichen Opel-Standorte aussehen könnte.
Dabei wollen wir auch über die grundsätzliche Frage diskutieren, welche Möglichkeiten und Aufgaben revolutionäre Linke im Blick auf Belegschaften angesichts der zunehmenden Globalisierung und der einfacheren Möglichkeiten der Standortverlagerung heute haben. Welchen Einfluss kann eine gesellschaftliche Debatte über eine Wirtschaft, die nicht mehr der kapitalistischen Verwertung unterworfen ist, auf Kämpfe in den Betrieben haben, ist ebenfalls eine wichtige Frage.
Diskussionsveranstaltung mit dem oppositionellen Gewerkschafter bei Opel Bochum Wolfgang Schaumberg
Aus aktuellem Anlass werden wir außerdem über den am 14. November geplanten europaweiten Aktionstag gegen Lohnkürzungen und Sozialabbau (Generalstreik in Spanien, Portugal und evtl. Griechenland sowie Aktionen in Berlin) berichten.
Wir danken an dieser Stelle ausdrücklich der Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt, die es uns ermöglicht hat, diese Veranstaltung in diesem Umfang durchzuführen.
Roter Abend: Mittwoch, 07. November
2012 ab 20 Uhr
im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Catastroika –
Film zur kapitalistischen Krise in Griechenland |
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In Griechenland wird der Film Catastroika auf vielen Versammlungen gezeigt und diskutiert. Schließlich ordnet er die kapitalistische Krisenpolitik, wie sie zur Zeit in Ländern der europäischen Peripherie wie Griechenland und Spanien durchgesetzt wird, in den Kontext der kapitalistischen Regulationsphase ein, die verkürzt als Neoliberalismus bezeichnet wird.
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Wir zeigen den Film Catastroika am Roten Abend mit deutschen Untertiteln und wollen im Anschluss mit dem Publikum über seine Stärken und Schwächen bei der Darstellung der kapitalistischen Krisenpolitik und über die Sinnhaftigkeit des Neoliberalismusbegriffs diskutieren. Mit der Filmvorführung wollen wir an die Roten Abende anknüpfen, bei denen es um den Charakter der kapitalistische Krise ging und um einen Widerstand, der sich nicht in keynsianistischen Krisenlösungsstrategien erschöpft.
Vor dem Filmstart werden Aktivst_innen des Berliner Bündnisses "Stop Trans*-Pathologisierung 2012" (STP-2012) über die fortdauernde Stigmatisierung von Trans*-Menschen berichten und über den internationalen Aktionstag am 20.10. informieren, an dem in Berlin vor der Charite um 15.00 Uhr in der Luisenstraße 57 eine Protestkundgebung stattfinden wird, die wir unterstützen.
Infos zur internationalen STP-Kampagne: www.stp2012.info
Roter Abend: Mittwoch, 03. Oktober
2012 ab 20 Uhr
im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Die Ausbildung –
kein Widerstand in der sterilen Fabrik? |
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Wie verändern sich im Postfordismus die Arbeits- und Ausbildungsverhältnisse? Diese Frage wollen wir anhand des Spielfilms „Die Ausbildung“ von Dirk Lütter diskutieren. Im Mittelpunkt des 85 minütigen Films, den wir am Roten Abend zeigen, steht Jan aus dem Ausbildungszentrum eines Callcenters.
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“Sein Chef gewährt kleine Momente der Anerkennung, nur um sie im nächsten Moment brüsk zu verweigern. Er
versucht ihn [Jan] über die Kollegen auszuhorchen, um die, die Schwäche zeigen, bei nächster Gelegenheit unerbittlich auszumustern“, beschreibt die Jungle World in einer Filmrezension die Machtverhältnisse.
Im Anschluss an dem Film wollen wir mit dem Regisseur Dirk Lütter diskutieren, ob die im Film dargestellten Büroszenen das Fließband ersetzt haben, wie er in einem Interview sagte.
Widerstand scheint in der dargestellten sterilen Fabrik scheinbar nicht mehr möglich und jeder muss Täter sein, um nicht Opfer zu werden, wie ein Rezensent schrieb. Auch darüber wollen wir mit dem Regisseur und dem Publikum diskutieren.
Filmvorführung und Diskussion mit dem Regisseur Dirk Lütter
Roter Abend: Mittwoch, 05. September
2012 ab 20 Uhr
im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Krisenproteste – ein kritisches Resümee? |
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M31 und Blockupy waren zwei Aktionen, mit denen im Frühjahr die aktuelle Wirtschaftskrise für selbstorganisierte linke Proteste genutzt werden sollte. Mehrere Wochen danach wollen wir mit Vertreter_innen der Interventionistischen Linken (IL) und der im Berliner M31-Bündnis aktiven Gruppe andere zustände ermöglichen (aze) über die Protesttage und ihre Perspektiven diskutieren. Dabei geht es auch um die Frage, warum es schwierig ist, einen Alltagsprotest jenseits von lange vorbereiteten Aktionen hinzubekommen.
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Einen theoretischen Zugang zu der Frage wird Max Henninger, Mitherausgeber der Publikation Sozial.Geschichte Online und des kürzlich im Verlag Assoziation A erschienenen Buches Krisen.Proteste, liefern. Er wird auf das globale Ausmaß der Krisenfolgen eingehen und wird sich auch der Frage widmen, warum sich die Krisenproteste noch immer überwiegend nationalstaatlich organisieren. Zudem betont Henninger, dass sich die Ungleichzeitigkeit der Krisenfolgen mit gut gemeinten Appellen nicht einfach überbrücken lässt. Was das für eine linke Bewegung bedeutet, wollen wir mit den Referent_innen und den Teilnehmer_innen diskutieren.
Mit Max Henninger, Vertreter_innen der Interventinistischen Linken für das Blockupy Bündnis und der Gruppe andere zustände ermöglichen für das Berliner M31 Bündnis
Roter Abend: Mittwoch, 01. August
2012 ab 20 Uhr
im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Die Lehrlingsbewegung Anfang der 70er und der
prekäre Alltag von Azubis und Praktikant_innen heute |
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Langsam hat sich herumgesprochen, dass der gesellschaftliche Aufbruch von 1968 nicht nur von den Universitäten ausging. Junge Lohnabhängige und Lehrlinge revoltierten gegen rigide Ausbildungsstrukturen, die sie zu "Bierholern" degradierten und selbst die Prügelstrafe nicht ausschlossen.
Der Hamburger Zeithistoriker David Templin hat sich mit der Geschichte der Lehrlingsbewegung in Hamburg, das damals eines der Zentren des Protests war, beschäftigt und zu dem Thema das Buch „Lehrzeit - keine Leerzeit“ im Dölling und Galitz Verlag veröffentlicht. |
Am Roten Abend wird er über die Hintergründe, den Verlauf und die Gründe des schnellen Abebbens der Lehrlingsbewegung berichten. Die Rolle des DGB wird dabei ebenso kritisch beleuchtet wie die der linken Organisationen.
Auch einige musikalische Einlagen, die ihre Wurzeln in der Lehrlingsbewegung haben, aber erst später bekannt wurden, werden geboten.
Was ist 2012 angesichts eines wachsenden Niedriglohnsektors, ewiger Praktika und zunehmender Armut trotz Lohnarbeit von den Forderungen der Lehrlingsbewegung geblieben? Diese Frage wollen wir mit jungen Beschäftigten und Erwerbslosen mit und ohne gewerkschaftlichen Hintergrund sowie dem Publikum diskutieren. Sind die Bedingungen für eine Bewegung junger Lohnabhängiger heute überhaupt noch gegeben? Oder ist eine solche Einteilung nach Altersstufen eher kontraproduktiv? Darüber erhoffen wir uns mit den Referent_innen und dem Publikum eine lebhafte Debatte.
Mit Buchauor David Templin und jungen Erwerbslosen und Beschäftigten
Roter Abend: Mittwoch, 04. Juli
2012 ab 20 Uhr
im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Die Fußball-EM: nationalistische Identitätspolitik
zur Durchsetzung von Lohnabbau und Sozialdumping? |
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Mit der Fußball-EM und der Olympiade werden in diesem Sommer gleich zwei sportliche Events zelebriert, die Millionen Menschen zu nationalfahnenwedelnden Fans werden läßt. Linke Kritik daran gilt anders als vor 20 Jahren als hoffnungslos altmodisch.
Tatsächlich reicht es nicht, sich moralisch oder intellektualistisch über die Fußballbegeisterten lustig zu machen oder zu erheben. Daher haben wir wenige Tage vor Beginn des Fußball-Events die Berliner Sozialpsychologin Dagmar Schediwy und die PolitikwissenschaftlerInnen Detlef Georgia Schulze und Michael Zander eingeladen. |
Dagmar Schediwy hat während der Fußball-WM 2006, der EM 2008 und der WM 2010 auf Fanmeilen Interviews geführt. In ihrem Vortrag wird sie den Fußball-Patriotismus mit den ökonomischen Veränderungen in den Jahren zwischen 2006 und 2010, die zu einer Prekarisierung der Lebens- und Arbeitsverhältnisse führte und viele Menschen verunsichert hat, in Verbindung bringen. Gleichzeitig räumt sie mit der weit
verbreiteten Vorstellung eines ‚natürlichen’ Patriotismus auf. Dazu bedient sie sich der Theorieansätze des Hannoveraner Sozialpsychologen Peter Brückner, dessen 90. Geburts- und 30. Todestag sich 2012 jährt.
Detlef Georgia Schulze wird diese Überlegungen mit Ausführungen zur deutschen, nationalen Identitätspolitik nach 1989 ergänzen. Sie/er war 2010 Mit-HerausgeberIn von mentalitätshistorischen Studien zum Thema „Rechtsstaat statt Revolution, Verrechtlichung statt Demokratie? – Transdisziplinäre Analysen zum deutschen und spanischen Weg in die Moderne“.
Schließlich wird der Politologe Michael Zander den Sozialisten und Wissenschafter Brückner, der von den BRD-Repressionsorganen jahrelang bespitzelt, verfolgt und mit Berufsverbot belegt worden ist, vorstellen.
Roter Abend: Mittwoch, 06. Juni
2012 ab 20 Uhr
im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Mit Volksbegehren gegen Privatisierung mobilisieren -
Anknüpfungspunkte, Probleme und Alternativen aus linker Perspektive |
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Stuttgart 21, die Bahnprivatisierung oder die Privatisierung kommunaler Infrastruktur sind nur einige Beispiele dafür, wie die Politik öffentliche Daseinsvorsorge an den Profit- und Verwertungsinteressen des Kapitals ausrichtet – z.B. der Betonindustrie, Energiekonzernen und den Kapitalmärkten. In der Öffentlichkeit wird diese Politik mit Sachzwängen begründet wie Sparzwängen, vermeintlicher Effizienzsteigerung oder dem Bedarf an neuer Infrastruktur. Tatsächlich geht es darum, unmittelbare Wirtschaftsinteressen durchzusetzen und dem überschüssigen Industrie- und Finanzkapital neue Verwertungsmöglichkeiten zu bieten, indem öffentliche Güter den Kapitalmärkten zugänglich gemacht werden. |
Die Folgen für die lohnabhängige Bevölkerung sind meist negativ. Zum einen verschlechtern sich die Arbeitsbedingungen der in den zuvor öffentlichen Unternehmen Beschäftigten durch die Ausrichtung an kapitalistischen Profitinteressen und den wachsenden Konkurrenzdruck zumeist deutlich. Zum anderen Verschlechtern sich die Lebensbedingungen der „Kunden“, da Sinn und Zweck eines privatisierten Unternehmens nicht mehr die bestmögliche Versorgung der Bevölkerung, sondern die Profitmaximierung ist. Steigende Preise, Verschlechterungen im Angebot, Chaos wie bei der Berliner S-Bahn oder staatliche Subventionen, damit sich bestimmte Bereiche überhaupt profitbringend organisieren lassen, sind die Folge. Das betrifft besonders die lohnabhängige Bevölkerung, vor allem Familien und insbesondere Menschen, die im Niedriglohnsektor beschäftigt sind oder Hartz IV beziehen, die Preissteigerungen am deutlich zu spüren bekommen. Entlang der Einkommenshierarchie werden Spitzenverdiener_innen und Millionär_innen am wenigsten belastet oder profitieren gar von einem „schlanken Staat“.
Wir wollen uns mit der Frage auseinandersetzen, wie linke Politik erfolgreich gegen Privatisierungen vorgehen kann und welche Chancen und Probleme hierbei Bürgerentscheide bieten, die einerseits Proteste bündeln können aber auch Gefahr laufen, ignoriert zu werden und ins Leere zu laufen oder durch Anzeigenkampagnen und Stimmungsmache von bürgerlichen Parteien oder Wirtschaftsverbänden instrumentalisiert werden können.
Hierzu haben wir unterschiedliche Aktivist_innen eingeladen:
Berliner Wassertisch, die Gruppe fels (Berliner Energietisch), Gewerkschafter vom S-Bahntisch und Mario Candeias von der Rosa-Luxemburg-Stiftung (angefragt)
Roter Abend: Mittwoch, 02. Mai
2012 ab 20 Uhr
im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Wie kämpfen gegen Hartz IV, Armutslöhne und Verdrängung aus den Stadtteilen? |
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Während viel von den Tarifverhandlungen gesprochen wird, sind viele Menschen davon nicht angesprochen. Hartz IV-Empfänger_innen sowie Beschäftigte in verschiedenen Bereichen des Niedriglohnsektors sind häufig weder gewerkschaftlich organisiert, noch interessiert sich die Öffentlichkeit für ihre Alltagskämpfe. Wir wollen am Roten Abend den Blick auf diese Auseinadersetzungen richten:
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Joachim Maiworm vom Solidaritätskomitee Angelika-Maria Konietzko wird die Ausweitung der prekären Arbeit im Pflegesektor in den Mittelpunkt stellen. Ein Mitstreiter der Stadtteilinitiative Schillerkiez wird über den Zusammenhang von Stadtteilkämpfen, Verdrängung und Einkommensarmut sprechen.
Angefragt haben wir auch Aktivist_innen der Initiative „Zusammen gegen das Jobcenter Neukölln“, die die vor einigen Monaten vorgestellten Ergebnisse ihrer Befragung am Jobcenter Neukölln zur Diskussion stellen. Die Spätkaufbranche mit ihren besonders niedrigen Löhnen und schlechten Arbeitsbedingungen boomt. Daher wird über einen erfolgreichen Lohnkampf in einem dortigen Spätkauf informiert. In der gemeinsamen Diskussion soll auch die Frage nach gemeinsamen Widerstandsstrategien gestellt werden, die den Kampf gegen die kapitalistische Aufwertung des Stadtteils mit dem Widerstand gegen Niedriglöhne und dem Hartz IV-Regime verbinden.
Roter Abend: Mittwoch, 04. April
2012 ab 20 Uhr
im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Economy is a gender issue
Veranstaltung zu Geschlecht & Krise |
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Seitdem sich die kapitalistische Produktionsweise mal wieder in einer ihrer periodischen Krisen befindet, ist wieder mehr von Kapitalismus, Kapitalismuskritik und teilweise auch Klassenkampf die Rede. Damit wird nunmehr – mit neu-alter Motivlage – eine bereits in den 1990er Jahren einsetzende Entwicklung verstärkt: Während feministische Kritik und Politik
in den vergangenen zwanzig Jahren von queer- und trans-Anliegen relativiert, modifiziert und teilweise auch angegriffen
wurden, gibt es nun eine Tendenz zurück zur – oftmals auf Klassenverhältnisse reduzierten – Auseinandersetzung mit
strukturellen Herrschaftsverhältnissen und polit-ökonomischen Fragestellungen.
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Dieser Reduzierung wollen wir mit unserer Veranstaltung etwas entgegensetzen und zeigen, dass auch economy ein
gender – und nicht nur ein class – issue ist.
Dazu haben wir die Basisgruppe Antifa, eine kommunistische Gruppe aus Bremen, die einen Vortrag zu den unterschiedliche Auswirkungen des Umbaus des Sozialstaats auf die Geschlechter und die dadurch bewirkte Intensivierung der historisch durchgesetzte Doppelbelastung von Frauen durch Lohn- und Reproduktionsarbeit zur Veranstaltung beitragen wird sowie Gabriele Winker vom Feministischen Institut Hamburg eingeladen. Sie wird analysieren, wie die derzeitige auf Geschlechterverhältnissen aufbauende Krisenpolitik den Widerspruch von Kapitalakkumulation und sozialer Reproduktion auf Kosten von Reproduktionsarbeitenden verschärft.
Wir verstehen die Veranstaltung sowohl als Beitrag zum 8. März als auch zur Vorbereitung der Demonstration am 31. März zur Baustelle des neuen EZB-Gebäudes in Frankfurt am Main, die im Rahmen eines europäischen antikapitalistischen Aktionstages stattfinden wird.
Roter Abend: Mittwoch, 07. März
2012 ab 20 Uhr
im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Bürger_innenbeteiligung als Vehikel für
wirtschaftsliberalen Staatsumbau? |
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Bürger_innenbeteiligung steht derzeit hoch im Kurs. Von zahlreichen zivilgesellschaftlichen Initiativen wird sie als positives Konzept propagiert.
Nicht erst seit der Debatte um Stuttgart 21 und dem Aufstieg der Piratenpartei wurde dieses Schlagwort in allen politischen Parteien populär. Aber auch die Bertelsmannstiftung und andere wirtschaftsnahe Denkfabriken und Institutionen spielen bei der Entwicklung von Konzepten der Bürger_innenbeteiligung eine wichtige Rolle. |
Darauf wird der Publizist und Soziologe Thomas Wagner, Autor des kürzlich im Papyrossa-Verlag erschienenen Buches „Demokratie als Mogelpackung. Oder: Deutschlands sanfter Weg in den Bonapartismus“ detailliert eingehen.
Er wird sich auch mit der Frage beschäftigen, ob mit der Bürgerbeteiligung erneut ein in zivilgesellschaftlichen Kreisen entwickeltes Konzept für die Interessen der besseren Kapitalverwertung instrumentalisiert wird. Oder liegt nicht in der Verschiebung von Forderungen nach Arbeiter_innenkontrolle und Selbstorganisation im Arbeitsleben hin zur Bürger_innenbeteiligung von vornherein ein Problem?
Diskussionsveranstaltung mit dem Publizisten Thomas Wagner.
Roter Abend: Mittwoch, 01. Februar
2012 ab 20 Uhr
im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Diskussion über die Aktualität von Sozialismus und Arbeiter_innenbewegung |
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Am 15. Januar werden wieder Zehntausende zum Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht auf die Straße gehen. Doch was können wir heute von ihnen lernen? Sind die Konzepte der sozialistischen Arbeiter_innenbewegung nicht längst überholt?
Am Roten Abend wird der Berliner Historiker Ralf Hoffrogge, der kürzlich im Schmetterling-Verlag das Buch „Sozialismus und Arbeiterbewegung in Deutschland“ veröffentlicht hat, erläutern, warum es wichtig ist, diese Geschichte zu kennen, um auch aus ihren Fehlern und Niederlagen zu lernen. |
Hoffrogge wird sich unter anderem mit der Frage des Geschlechterverhältnisses sowie dem Umgang mit Homophobie, Rassismus und Antisemitismus in der deutschen Arbeiter_innenbewegung vor 1914 befassen.
Es wird gemeinsam mit dem Publikum auch um die Frage gehen, wie wir uns auf die Geschichte der Arbeiter_innenbewegung beziehen können, ohne in die Falle der Verklärung und des Totalverrisses zu gehen.
Wurden damals nicht schon Fragen gestellt, aber auch schon Antworten gegeben, die für eine emazipatorische Linke, im Kampf gegen Staat, Kapital und Nation weiterhin aktuell sind?
Luxemburg-Liebknecht-Lenin-Demonstration:
15. Januar 2012 • 10.00 h • U Frankfurter Tor
Roter Abend: Mittwoch, 04. Januar
2012 ab 20 Uhr
im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Occupy-Bewegung – Politik als Ich-AG?
Kritik und Perspektiven
Ist die Occupy-Bewegung wirklich der Beginn einer neuen sozialen Bewegung, wie auch manche in der außerparlamentarischen Linken hoffen? |
Auf der Veranstaltung wird N.N. von den Internationalen Kommunist_innen diese Bewegung kritisch analysieren und hinterfragen, in welcher Tradition ihre Ablehnung von Parteien und Gewerkschaftsemblemen steht.
Anna von der Interventionistischen Linken (IL) wird sich mit den Protestbewegungen in Italien auseinandersetzen, und dabei auch auf die hierzulande wenig wahrgenommenen feministischen Interventionen gegen das patriarchale Frauenbild von Berlusconi und seines Regierungsblocks eingehen.
N.N. von der Berliner Gruppe Theorie Organisation Praxis wird ein bundesweites Demonstrationsprojekt vorstellen, das sich im März 2012 in Frankfurt/Main gegen die EU und die Rolle Deutschlands richtet.
Roter Abend: Mittwoch, 07. Dezember
2011 ab 20 Uhr
im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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"Die Todesnacht in Stammheim: Eine Untersuchung -
Indizienprozess gegen die staatsoffizielle Darstellung
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In diesem Jahr hat sich die Todesnacht von Stammheim zum 34ten Mal gejährt, als drei RAF-Mitglieder in ihren Zellen starben. Mord oder Selbstmord, das war drei Jahrzehnte ein großer Streitpunkt.
Mittlerweile interessiert sich nur noch ein kleiner Teil der Linken für die Umstände im Hochsicherheitsgefängnis am Rande von Stuttgart. Vielleicht kann ein im Pahl-Rugenstein-Verlag erschienenes Buch wieder mehr Menschen dafür interessieren. |
Der IT-Spezialist und Betriebsrat Helge Lehmann hat eine akribische Untersuchung angestellt. Man merkt dem Buch an, dass viel Arbeit und eine naturwissenschaftliche Neugier dahinter steckt. Lehmann hat nichts am Hut, mit den alten Glaubenssätzen über den Tod der Gefangenen. Er orientiert sich an den Fakten und kommt zu dem Schluss, dass die staatliche Version der Todesumstände nicht stimmen kann.
Wir wollen am Roten Abend ueber seine Recherchen diskutieren und auch die Frage stellen, warum auch mehr als 30 Jahre nach dem 18.10. die Debatte um Stammheim wichtig ist.
Roter Abend: Mittwoch, 02. November
2011 ab 20 Uhr im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Ausbeutung, Repression und Widerstand in Spätverkäufen
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Mit einem Minijobvertrag bis zu 60 Stunden in der Woche schuften?
Niedriglohn und Praktika ganz ohne Geld sind auch in Warenhausketten mittlerweile an der Tagesordnung. Ein Kollege wird am Roten Abend berichten, warum er solche Arbeitsbedingungen in einem Spätkauf in Berlin-Friedrichshain fast 3 Jahre ertragen hat, bis der Zeitpunkt kam, wo er sich dagegen wehrte. Jetzt klagt er den ihm zustehenden Lohn ein.
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Unterstützung erhält er von der anarchosyndikalistischen FAU, die auf der Veranstaltung deutlich machen wird, dass es hier nicht um einen Einzelfall geht. Der Besitzer des Spätkaufs versucht, juristisch mit der Drohung hoher Strafgelder die Berichterstattung über den Fall zu verhindern.
Davon betroffen ist auch Karl-Heinz Schubert von der Trend-Onlinezeitung, die einen Bericht darüber veröffentlichte. Schubert wird berichten, wie er sich gegen die Drohung wehrt. Die Veranstaltung soll den Kollegen und die von Repression betroffenen Medien unterstützen und andere Lohnabhängige
motivieren, sich ebenfalls gegen Dumpinglöhne und schlechte Arbeitsbedingungen zu wehren.
Mit: N.N. kämpfenden Kollegen,
einen Vertreter der Freien Arbeiterunion (FAU),
Karl-Heinz Schubert (Trend Online-Zeitung)
Roter Abend: Mittwoch, 05. Oktober
2011 ab 20 Uhr im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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SA-Terror und proletarischer Widerstand
in Berlin zwischen 1930 – 1933
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Sie nannten sich “Lustig Blut” oder “Edelweiß”, ihr Motto war: “Wo wir Nazis sehn, da jibt’s Kleinholz”. Sie rissen Nazipropaganda ab und verhinderten gelegentlich ganz handfest Treffen von Faschisten in Kreuzberg.
Hier entwickelte sich zwischen 1929 und 1933 die erste Jugendantifa, die sich in den proletarischen Kiezen der SA entgegen stellte. Der Berliner Historiker Fülberth, der kürzlich in dem Buch „... wird mit Brachialgewalt durchgefochten“ diese weitgehend vergessene Geschichte von unten rekonstruiert hat, wird am Roten Abend einen Überblick über die Auseinandersetzungen geben. |
Ein Thema wird der Umgang der Justiz der Weimarer Republik mit Angeklagten aus der NS-Bewegung und der Antifa sein. Wer die Veranstaltung im Zielona Gora verpasst hat oder das Gehörte noch einmal anschaulicher präsentiert haben will, kann am 10. 9. auf einer Stadtführung den Historiker Fülberth zu einigen historischen Orten begleiten, an denen der Kampf der SA um die Arbeiterviertel auf Widerstand stieß.
10.09.2011, 16 Uhr: Stadtteilspaziergang:
Treffpunkt Wienerstr. 10 (U-Bhf-Görlitzerbahnhof)
www.antifa-fh.de.vu
Roter Abend: Mittwoch, 07. September
2011 ab 20 Uhr im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Die indische Naxalit_innenbewegung –
Entstehung – Praxis – Perspektiven?
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Die oft verkürzt als maoistische Bauernguerilla bezeichnete indische Naxalit_innenbewegung findet hierzulande auch in der Linken wenig Beachtung. Der Frankfurter Politikwissenschaftler Lutz Getzschmann und regelmäßiger Autor verschiedener linker Zeitungen, u.a. der Jungle World hat mit seinem vor einigen Monaten im ISP-Verlag erschienenen Buch „Indien und die Naxaliten – Agrarrevolten und kapitalistische Modernisierung“ wichtige Informationen über diese Bewegung geliefert und sie in den politischen Kontext der indischen Gesellschaft eingeordnet.
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Am Roten Abend wird Getzschmann einen Einblick in die Geschichte der Naxalit_innenbewegung und der sozialen und politischen Bedingungen geben, unter denen sie entstehen und sich in mehreren Regionen festsetzen konnte.
Über die politische Praxis der Naxait_innen, die sich keineswegs auf den bewaffneten Kampf beschränkt sondern auch soziale und gewerkschaftliche Organisierung umfasst, wird Getzschmann ebenso informieren wie über die staatliche Repression, von der die sozialen Bewegung der ländlichen Region betroffen sind.
Die Perspektiven der naxalitischen Bewegung in der kapitalistischen Weltmacht Indien soll ebenso Gegenstand der Diskussion sein, wie über die Frage, wo sich in ihrer Theorie und Praxis emanzipatorische Elemente finden lassen.
Roter Abend: Mittwoch, 03. August
2011 ab 20 Uhr im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Weder EU noch Deutschland
Wie kann eine linke EU-Kritik aussehen?
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In der Eurokrise wurde deutlich, dass die deutschen Eliten den europäischen Nachbarländern ihr Wirtschaftsmodell aufzwingen wollen. Besonders in Spanien und Griechenland stößt diese Erpressungspolitik zunehmend auf Kritik.
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In Deutschland hingegen gibt es in linken Debatten kaum eine fundierte Anaylse der deutschen Rolle in der EU. Jörg Kronauer ist einer der wenigen linken Publizisten, der seit Jahren in Artikel in der Monatszeitung Konkret aufzeigt, wie der Einfluss der deutschen Eliten in Europa wächst. Am Roten Abend wird er auf historische und ökonomische Aspekte der deutschen EU-Politik eingehen und auf die aktuelle Rolle Deutschland innerhalb der EU eingehen.
Eine wichtige Frage ist dabei, wie eine linke Position zum kapitalistischen EU-Projekt aussehen kann, die weder ein Zurück zu den Nationalstaaten propagiert, noch als linkes Feigenblatt eines kapitalistischen EU-Blocks auftritt. Wie eine linke EU-Kritik aussehen kann, wird Gegenstand der gemeinsamen Diskussion sein.
Diskussionsveranstaltung mit dem Sozialwissenschaftler und freien Journalisten Jörg Kronauer
Roter Abend: Mittwoch, 06. Juli
2011 ab 20 Uhr im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Klassenkampf – Kalter Kaffee oder aktuell wie nie?
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Am 1. Mai war in Berlin und bundesweit die Parole „Klasse gegen Klasse“ oft auf Transparenten und Plakaten zu lesen. Der Klassenbegriff scheint innerhalb der linken Bewegung wieder stärker eine Rolle zu spielen. Die BRD als Klassengesellschaft zu bezeichnen wird allerdings im vorherrschenden öffentlichen Diskurs als veraltet und nicht mehr zutreffend angesehen.
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Andere Begriffe wie Milieus oder Lebensstile kennzeichnen jedoch nur Erscheinungen, ohne die Abhängigkeit von Lohnarbeit ins Zentrum zu stellen. Insgesamt sind in der BRD 36 Millionen abhängig beschäftigt. Davon sind noch 30 Prozent im industriellen Sektor tätig.
Die Arbeiterklasse ist nicht verschwunden – sie ist jedoch in der Öffentlichkeit kaum mehr als organisierter gesellschaftlicher Faktor wahrnehmbar. Dabei ist der Klassenkampf auch in der BRD permanent im Gange. Allerdings in erster Linie als Klassenkampf von oben: Sozialabbau, niedrige Löhne, Erhöhung des Renteneintrittsalters, Bildungsabbau, der Ausbau des Repressionsapparates und vieles mehr. Staat und Kapital führen einen Angriff auf die Lohnabhängigen nach dem nächsten durch. Eine entschlossene und kämpferische breite Bewegung dagegen ist jedoch noch nicht entstanden. Doch es gibt auch in einigen Bereichen Gegenwehr der Lohnabhängigen, wie zum Beispiel der Streik der Lokführer oder der Charité-Beschäftigten in Berlin. Insgesamt sind klassenkämpferische KollegInnen am Arbeitsplatz jedoch in der Minderheit, Vereinzelung und Passivität überwiegen. Die linke Bewegung hat wenn es um das Thema Arbeitskämpfe geht oft wenig Interesse. Es fehlen die Kontakte zu den Beschäftigten und die eigene Lohnarbeit oder Erwerbslosigkeit wird häufig nicht als Kampffeld betrachtet. Deshalb bleibt es oft bei der rein theoretischen Beschäftigung mit der Arbeiterklasse in marxistischen Seminaren. Um den Klassenkampf von unten zu stärken bedarf es aber auch einer gemeinsamen Praxis von Beschäftigen, SchülerInnen, Studierenden und Erwerbslosen im Betrieb, im Stadtteil und natürlich auf der Straße.
Bei der Veranstaltung werden der marxistische Soziologe Werner Seppmann, Autor des Buches: „Die verleugnete Klasse“ und Willi Hajek, linker Basisaktivist und Autor aus Berlin, unter anderem folgende Fragen diskutieren: Was ist heute unter Arbeiterklasse konkret zu verstehen? Was ist die Ursache für die mangelnde Widerstandskraft der Arbeiterklasse gegen die Angriffe des Kapitals und wie kann das Klassenbewusstsein der Lohnabhängigen gestärkt werden? Welche Rolle spielt die Klasse der Lohnabhängigen bei der Überwindung des Kapitalismus? Wie kann eine klassenkämpferische Praxis heute aussehen? Welche Erfahrungen bei betrieblichen und gewerkschaftlichen Basiskämpfen gibt es?
Außerdem wird ein Vertreter des klassenkämpferischen Blockes die Initiative vorstellen und die Intentionen erläutern. Die Veranstaltung wird vom Roten Abend zusammen mit dem klassenkämpferischen Block organisiert.
Roter Abend: Mittwoch, 01. Juni
2011 ab 20 Uhr im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Zur Abwertung reproduktiver Arbeit und der Fortschreibung
kapitalistischer Geschlechterarrangements in der Sowjetunion
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Mit dem Namen der russischen Marxistin und Ministerin in der frühen Sowjetunion Alexandra Kollontai sind bedeutende der kurze frauenpolitische Aufbruch nach der Oktoberrevolution verbunden.
Die Liberalisierung des Scheidungsrechts, das Recht auf Abtreibung, die Einrichtung von Gemeinschaftsküchen, die die individuelle Hausarbeit ersetzen sollten, gehören zu den Elementen ihrer Politik. |
Am Roten Abend wird sich die Autorin und Kuratorin Felicita Reuschling mit den praktischen und
theoretischen Interventionen von Kollontai kritisch untersuchen. Dabei setzt sie sich nicht nur mit Kollontais Bewertung der Hausarbeit als unproduktiv auseinander. Sie hinterfragt mit dem Begriff der produktive Arbeit eine zentrale Kategorien des Marxschen Denkens. Das schließt die Kritik der Arbeitswertlehre bei ein, wo Ausbeutungs- und Hierarchieverhältnisse nur bei bezahlter und damit auch quantifizierbarer Arbeit festgestellt werden können und damit eine nationalökonomische Perspektive reproduziert wird.
In einer Zeit, wo der Care-Sektor wächst, der nach dieser Definition zur unproduktiven Arbeit gezählt wird, ist eine solche Kritik besonders wichtig bei allen, die weiterhin an die Perspektive einer
kommunistischen Vergesellschaftung festhalten.
Roter Abend: Mittwoch, 04. Mai
2011 ab 20 Uhr im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Queer, flexibel, erfolgreich.
Haben dekonstruktivistische Ansätze den Feminismus entwaffnet?
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Wo liegen die Ursachen für die Verwandlung eines Teils des Feminismus zumindest in den Ländern wie Deutschland und den USA zu einem popkompatiblen Lifestyle-Projekt?
Die Historikerin und feministische Theoretikerin Tove Soiland sieht einen Grund darin, dass die Verbindung zur Kapitalismuskritik, die zu Beginn der 2. Frauenbewegung noch vorhanden war, zunehmend verloren ging. Statt der Analyse der kapitalistischen Verwertung und ihrer Verbindung mit patriarchalen Unterdrückungsformen sei es in der feministischen Debatte zunehmend nur noch um das Recht auf Anerkennung und Differenz unterschiedlicher Lebensstile gegangen. |
Diese feministische Kritik konnte nicht mehr analysieren, dass die flexiblen Identitäten sich gut mit dem Geschlechterregime eines Postfordismus vertrugen, dessen Anspruch „Sei flexibel“ in vielen Lebensbereichen durchaus auch als Drohung aufgefasst werden kann.
Wir wollen mit Tove Soiland diskutieren, warum marxistische Ansätze in der feministischen Debatte marginalisiert wurden. Uns interessiert auch die Frage, wie der verlorene Link zwischen Feminismus und Kapitalismuskritik wieder hergestellt werden kann. Denn eine Kritik am Lifestyle-Feminismus bedeutet weder ein Zurück zum Haupt- und Nebenwiderspruchsdenken des Traditionsmarxismus noch zu dessen Sehnsucht nach der patriarchalen Kleinfamilienideologie.
Lesetipps:
Roter Abend: Mittwoch, 06. April
2011 ab 20 Uhr im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Aufstand im arabischen Raum –
wann fällt das Regime in Teheran?
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Während im arabischen Raum große Teile der Bevölkerung gegen die diktatorischen Regime kämpfen, geht auch im Iran die Oppositionsbewegung trotz massiver Repression wieder auf die Straße. So wurden in den letzten Monaten mehrere Oppositionelle hingerichtet, kritische Künstler_Innen und Intellektuelle werden verstärkt verfolgt, Universitäten werden noch stärker reglementiert.
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Darüber werden die Freund_Innen des „Komitees zur Unterstützung der politischen Gefangenen im Iran- Berlin“ am Roten Abend berichten. Dabei interessiert uns auch die Situation von Gewerkschafter_Innen und Lohnabhängigen, die im Iran für ihre Rechte kämpfen wollen und die in den hiesigen Medien wenig Beachtung finden.
Wir verstehen diese Veranstaltung als Beitrag zur Mobilisierung zum 18.März, dem internationalen Kampftag für die Freilassung der politischen Gefangenen. Der Polizeiüberfall gegen eine Kundgebung iranischer Oppositioneller am 12.12.2010 vor der iranischen Botschaft in Berlin macht die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit noch deutlicher.
Eine Veranstaltung mit dem Komitee zur Unterstützung der politischen Gefangenen im Iran-Berlin
Roter Abend: Mittwoch, 02. März
2011 ab 20 Uhr im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Europa entsichern!
Veranstaltung zu Enttarnung von verdeckten Ermittlern und der europäischen Sicherheitsarchitektur
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In den letzten Monaten wurden mit Simon Bromma in Heidelberg und Mark Kennedy in Großbritannien zwei verdeckte Ermittler enttarnt, die die linke Szene infiltrierten und dabei auch länderübergreifend tätig waren. Wir wollen diese aktuellen Fälle von Repression gegen Linke zum Anlass für eine Diskussionsveranstaltung nehmen, die die „Sicherheitsarchitektur“ in Europa und den USA thematisiert.
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Zuvor wird Birgit Westermann auf den im Jahr 2000 enttarnten Manfred Schlickenrieder eingehen, der ebenfalls linke Strukturen in verschiedenen europäischen Ländern infiltriert hatte.
Der auf europäische Repression spezialisierte Journalist Matthias Monroy wird die aktuelle Entwicklung in der europäischen Polizeiarbeit analysieren. Schon im Jahr 2007 forderte der EU-Rat „bestehende rechtliche und praktische Hindernisse in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in Bezug auf verdeckte Ermittler sollten … beseitigt werden“. Der politische Aktivist Jason Kirkpatrick wird auf Polizeistrategien in den USA eingehen.
In der anschließenden Debatte wollen wir neben der Frage des Schutzes linker Strukturen vor verdeckten Ermittlern auch über Gegenstrategien zur europäischen Sicherheitsarchitektur diskutieren, wozu auch der Protest und Widerstand gegen den in diesem Jahr am 15. und 16. Februar 2011 im Berliner Congress Center tagenden europäischen Polizeikongress gehört.
Roter Abend: Mittwoch, 02. Februar
2011 ab 20 Uhr im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Die Linke in der Krise –
Reflexionen der Sozialproteste 2010
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Erwerbslosengruppen und soziale Initiativen haben im Herbst 2010 gegen Hartz IV-Kürzungen, Gesundheitsprogramme und Sparpakete protestiert: Eine bundesweite Erwerbslosendemostration in Oldenburg am 10.Oktober 2010 wurde von den Betroffenen positiv eingeschätzt.
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Versuche, Aktionen des zivilen Ungehorsams wie Blockaden auf soziale Bewegungen zu übertragen, waren weniger erfolgreich. Eine für den 18. Oktober in Frankfurt/Man geplante Bankenblockade war wegen mangelnder Resonanz abgesagt worden. Auch die Bundestagbelagerung am 26.November kam über symbolischen Charakter nicht hinaus.
Warum bleiben in Deutschland soziale Proteste anders als in Frankreich und Großbritannien begrenzt? Ist die Mehrheit der Lohnabhängigen und Erwerbslosen in Deutschland so schwer zu mobilisieren, weil sie der Meinung sind, das Opfer für den Standort Deutschland gebracht werden müssen? Wie soll es im nächsten Jahr weiter mit den Sozialprotesten gehen?
Darüber wollen wir am Roten Abend am 5. Januar diskutieren. Kurze Inputs kommen von den Soziologen und Mitglied der anarchosyndikalistischen Freien ArbeiterInnen Union (FAU) Holger Marcks, Michael Prütz vom Berliner Anti-Krisenbündnis und N.N. von der Gruppe Theorie und Praxis (TOP).
Roter Abend: Mittwoch, 01. Dezember
2010 ab 20 Uhr im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Sarrazin - EIN Lautsprecher des Kapitals?
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Der ehemalige Berliner Senator und Deutsche Bank-Vorstand Thilo Sarrazin beherrscht seit Monaten die innenpolitische Debatte.
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Karl-Heinz Schubert von der Onlinezeitung Trend wird am Roten Abend aufzeigen, dass Sarrazin in seinem Buch “Deutschland schafft sich ab“ dem Kapital und dessen herrschenden politischen
Personal Vorschläge unterbreitet, wie der von Krisen gezeichnete Kapitalismus die Zurichtung und Unterordnung der Ware Arbeitskraft durch massive Kürzung ihrer Reproduktionskosten sicherstellen kann. Sarrazins Vorschläge und Konzepte sind auch keineswegs neu, sondern popularisieren bereits vorhandene Krisenlösungsmodelle, wie sie seit Jahren in den Denkfabriken des Kapitals ausgearbeitet werden.
Welche Bündnisse und welche Gegenwehr dagegen organisiert werden müssten, soll ebenso Gegenstand der Diskussion sein, wie die Frage, warum die meisten Sarrazin-KritikerInnen diesen Aspekt weitgehend ausblenden.
Roter Abend: Mittwoch, 01. Dezember
2010 ab 20 Uhr im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Aus der linke Geschichte lernen –
Revolution und bewaffnete Aufstände 1918-1923
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Während in vielen europäischen Ländern die Menschen gegen Sparpakete, Kürzungen bei Lohnabhängigen und Erwerbslosen auf die Straße gehen, ist in Deutschland der Protest gering. Das liegt auch daran, dass hierzulande die Geschichte von bewaffneten Aufständen und Klassenkämpfen weitgehend in Vergessenheit geraten ist.
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Der langjährige Aktivist in autonom-antifaschistischen Zusammenhängen Bernd Langer hat sich in dem Buch „Revolution und bewaffnete Aufstände 1918 - 1923“ der Rekonstruktion dieses Teil der linken Geschichte gewidmet. Er wird am Roten Abend über eine Zeit berichten, als sich Menschen massenhaft gegen Kriegs- und Hungerpolitik wehrten, als die Menschen daran gingen, selber Geschichte zu schreiben.
Auch wenn sich der 9. November 1918 dieses Jahr zum 92ten Mal jährt, beschäftigen wir uns mit den damaligen Kämpfen nicht aus Gründen der Traditionspflege. Ohne die großen Unterschiede in der politi-
schen und sozialen Situation zu verkennen, stellen wir uns auch die Frage nach Anknüpfungspunkten zur Gegenwart. Daher werden wir zu Beginn der Veranstaltung aktuelle Infos zu der für den 26.11., anlässlich der dritten Lesung des Sparpakets geplanten Bundestagsbelagerung geben, die wir unterstützen.
Roter Abend: Mittwoch, 03. November
2010 ab 20 Uhr im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Bahnen und Busse umsonst –
für das Recht auf Mobilität
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Die Initiative „Berlin fährt frei“ setzt sich für einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr in Berlin. Wir gehören zu den Unterstützer_Innen, weil wir darin einen Kampf um das Recht auf Mobilität sehen, auf deren lange unterschiedliche Geschichte wir anfangs verweisen. Am Roten Abend wollen wir die Initiative vor und zur Diskussion stellen und haben dazu Aktivist_Innen von unterstützenden Gruppen eingeladen:
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Lisa von der Gruppe FelS, Michelle von der Gruppe gegenstromberlin und Micky von der Ökologischen Linken
Was ist das Ziel einer solchen Kampagne? Wie sind die Erfolgsaussichten angesichts fast jährlicher Preissteigerung beim Nahverkehr, der ohne große Proteste akzeptiert wird? Kann eine solche Initiative zu einer besseren Verbindung von Klimaaktivismus und sozialen Bewegungen führen? Das sind einige der Fragen, die wir mit den Referent_innen diskutieren wollen.
Uwe Hiksch, stellv. Landesvorsitzender der NaturFreunde Berlin, wird erläutern, warum nur mit einer öffentlichen Mobilitätsversorgung ein flächendeckendes und attraktives Angebot im Bus- und Bahnverkehr möglich ist. Im Widerspruch hierzu steht die Bahnprivatisierung, die Uwe Hiksch kritisiert.
Die Veranstaltung stellen wir in den Kontext sowohl der Herbstaktionstage, zu der von 1.-10.Oktober zahlreiche soziale Initiativen in Berlin aufrufen (http://berlinonsale.blogsport.de/) als auch zum globalen Aktionstag für Klimagerechtigkeit am 12.10 (http://www.climate-justice-action.org), an dem es zu “Berlin fährt frei” Aktionen geben wird.
Roter Abend: Mittwoch, 06. Oktober
2010 ab 20 Uhr im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Ist das Existenzgeld unter die Bürger gefallen?
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Seit den 90er Jahren wird die Idee eines Bürgergeldes gegen Bürgerarbeit für Langzeitarbeitslose aktiv von der FDP, weniger öffentlich aber auch von Teilen der CDU/CSU und Bündnis 90/Grüne sowie der SPD propagiert.
In unterschiedlichen Erscheinungsformen wird es auch von Mitgliedern des Netzwerkes Grundeinkommen vertreten.
Im Kontext der weiteren Reform von Hartz IV steht die Einführung der Bürgerarbeit hervor.
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Ansinnen der Veranstaltung ist es, herauszuarbeiten, welche sozial- resp. gesellschaftspolitischen Entwicklungen dies einleitet und in welchem Kontext dies zu nationalen und europaweiten Deregulierungen von Löhnen und sozialen Absicherungen steht. Wir wollen diskutieren, welche Alternativen dazu aus Sicht der Ausgebeuteten und Ausgegrenzten politisch richtig sind.
Kann angesichts einer solchen Entwicklung eine Debatte um ein bedingungsloses Grundeinkommen/Existenzgeld einen realen Ausweg aufzeigen, ist sie derzeit utopistische Spielerei ohne Mobilisierungspotential, oder macht sie sich vielmehr ungewollt zum Türöffner neoliberaler Vorstellungen in die Linke hinein?
Dazu haben wir folgende Gäste eingeladen:
Anne Allex ist Sozialpolitikerin und nimmt am Runden Tisch gegen Erwerbslosigkeit und soziale Ausgrenzung teil.
Michael Klockmann ist prekärer Selbständiger und Mitglied des Netzwerk Grundeinkommens, dessen bedingungslose Variante ohne Arbeitszwang er vertritt.
Detlef Georgia Schulze ist PolitikwissenschaftlerIn und hält Existenzgeld nicht für eine zielführende "Tagesutopie" auf dem Weg in eine emanzipierte, solidarische Gesellschaftsformation.
Roter Abend: Mittwoch, 1. September
2010 ab 20 Uhr im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Chavismus und Zapatismus –
Linke Perspektiven?
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Die Perspektive der lateinamerikanischen Linken, besonders die Aktivitäten der Zapatist_Innen in Südmexiko und die bolivarianische Revolution in Venezuela sind Gegenstand heftiger Kontroversen. Der Hamburger Politikwissenschaftler und Journalist Helge Buttkereit hat mit seinem im Pahl-Rugenstein-Verlag erschienenen Buch „Utopische Realpolitik - Die Neue Linke in Lateinamerika“ gleich in zweifacher Hinsicht Neuland betreten.
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Er hat die Entwicklungen in Bolivien, Venezuela, Ecuador und die zapatistische Bewegung in Südmexiko analysiert und bei allen historischen und politischen Unterschieden die Gemeinsamkeiten herausgestellt und er hat diese Entwicklungen rückgekoppelt und den Versuch gewagt, sie auf die hiesigen Verhältnisse zu übertragen.
Am Roten Abend wird Buttkereit seine Thesen zur Diskussion stellen. Dabei wird es auch um die Frage gehen, ob angesichts der unterschiedlichen politischen und ökonomischen Situation eine Diskussion über die Übertragbarkeit möglich und wünschenswert ist. Mit der von manchen Beobachter_Innen vertretetenen These vom Ende der Linksverschiebung in Lateinamerika werden wir uns auseinandersetzen, wie mit der Frage, ob diese Linke mehr zustande bringt, als eine soziale Variante des Kapitalismus.
Roter Abend: Mittwoch, 4. August
2010 ab 20 Uhr im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Gewerkschaften in der Krise?!
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Nicht nur bei Opel betätigen sich führende Betriebsräte als Co-Manager und kämpfen mit Lohnverzicht für den Standort.
Warum hört man so wenig von klassenkämpferischen Positionen? Ist eine linke Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit heute in einzelnen Betrieben noch möglich oder kann die nur in eine gesellschaftspolitische Bewegung eingebunden sein?
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Darüber wollen wir mit dem langjährigen Bochumer Betriebsrat Wolfgang Schaumberg diskutieren. Er ist bis heute Aktivist der linksgewerkschaftlichen Gruppe Gegenwehr ohne Grenzen (GoG).
Zu Beginn werden wir einen Film über die Arbeit der GoG sehen, die seit den letzten Betriebsratswahlen keinen Sitz mehr in dem Gremium hat.
Über die Gründe dieser Niederlage und die Perspektive der GoG werden wir ebenfalls sprechen. Zudem wollen wir über drohende Ausschlüsse kämpferischer GewerkschafterInnen beispielsweise bei Daimler-Berlin informieren, die auf einer eigenen Liste zur Betriebsratswahl kandidiert haben und jetzt Solidarität brauchen.
Diskussionsveranstaltung mit Wolfgang Schaumberg, langjähriger Opel-Betriebsrat in Bochum und bis heute aktiv in der linksgewerkschaftlichen Gruppe „Gegenwehr ohne Grenzen“ GoG und Will Hajek,Mitglied des Komitees für gewerkschaftliche Freiheiten.
Roter Abend: Mittwoch, 7. Juli
2010 ab 20 Uhr im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Wie es dem Dax und der Börse in der Wirtschafts- und Finanzkrise geht, lesen wir täglich in den Medien. Welche Auswirkungen die Krise auf das Leben von Lohnabhängigen und Erwerbslosen hat, ist das Thema des Films „Der Gewinn der Krise“, den wir am Roten Abend zeigen. Anschließend diskutieren wir mit dem Filmemacher Jörg Nowak. Für den Film wurden im letzten Jahr Krisenbetroffene in 9 Städten quer durch die Republik befragt.
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Welchen Stellenwert linke Interventionen in den Zeiten der Krise haben, wird das Thema des zweiten Teils sein. Eingeladen ist eine Vertreterin der Gruppe Theorie und Praxis (TOP), die Teil eines Bündnisses ist, das am 5.6.2010 einen antikapitalistischen Workshoptag organisiert und AktivistInnen des Berliner Antikrisenbündnisses, das die Demonstration „Die Krise heißt Kapitalismus“ am 12.6.2010 in Berlin vorbereitet.
Hat das Motto "Wir zahlen nicht für Eure Krise" heute noch mobilisierenden Charakter? Ist die Krise überhaupt ein günstiger Moment, für die antikapitalistische Mobilisierung oder wäre es sinnvoller, den kapitalistischen Normalzustand in den Fokus der Auseinandersetzung zunehmen, lauten einige Fragen,
die wir diskutieren wollen.
Roter Abend: Mittwoch, 2. Juni
2010 ab 20 Uhr im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Gesundheit und Pflege
im K(l)assenkampf
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Die Kopfpauschale als Markenzeichen der neoliberalen Gesundheitsreform sorgt für Beunruhigung in der Bevölkerung und könnte zu Protesten führen. Doch soll deswegen der Status Quo im Pflege- und Gesundheitsbereich verteidigt werden?
Darüber wollen wir am Roten Abend mit AkteuerInnen im Pflege-
und Gesundheitsbereich diskutieren. |
Eingeladen haben wir Beschäftigte aus dem Bereich der Assistenz
und Pflege, die im letzten Jahr mit dem Scheiss-Streik neue Formen des Kampfes gegen prekäre Arbeitsbedingungen ausprobierten. AktivistInnen des „Arbeitskreises mit ohne Behinderung“ (ak MoB) schildern, wie sich ihnen heute schon die vielfältigen Kürzungen im Gesundheits- und Pflegebereich darstellen.
Das Berliner Mitglied des Verbands Demokratischer Ärztinnen und Ärzte (VDÄÄ) Chaim Jellinek erläutert, was von den Klagen vieler ÄrztInnen über finanzielle Engpässe zu halten ist.
Mit AktivistInnen von der AG Gesundheitspolitik im Anti-Krisenbündnis wollen wir die Frage diskutieren, wie ein Widerstand gegen Gesundheitsreform aussehen kann, die mit der Ablehnung der Kopfpauschale nicht bei der Verteidigung des Ist-Zustands stehen bleibt.
Roter Abend: Mittwoch, 5. Mai
2010 ab 20 Uhr im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Heraus zum 1. Mai – aber wohin:
Diskussion: Prekarität, Arbeit, Alltag
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Wieder naht der 1. Mai und wir stellen uns die Frage, in welcher Form sich Erwerbslose, Lohnabhängige und
prekär Beschäftigte daran beteiligten wollen. In den letzten vier Jahren haben wir uns an einem sozialpolitischen
Bündnis beteiligt, dass die Mayday-Parade gegen prekäre Arbeits- und Lebensverhältnisse organisierte. Ein
Aktivist der Gruppe "für eine linke Strömung" (fels) wird begründen, warum es in diesem Jahr keine Mayday-Parade am 1. Mai in Berlin geben wird. Außerdem wollen wir über Erfolge und Grenzen der vier Berliner
Mayday-Paraden diskutieren. Organisierungsversuche von prekär Beschäftigten gibt es auch außerhalb des
Mayday, z.B. in den Gewerkschaften. Deswegen laden wir auch AktivistInnen der Jungen GEW Berlin zu der
Veranstaltung ein.
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Wieder naht der 1. Mai und wir stellen uns die Frage, in welcher Form sich Erwerbslose, Lohnabhängige und
prekär Beschäftigte daran beteiligten wollen. In den letzten vier Jahren haben wir uns an einem sozialpolitischen
Bündnis beteiligt, dass die Mayday-Parade gegen prekäre Arbeits- und Lebensverhältnisse organisierte. Ein
Aktivist der Gruppe "für eine linke Strömung" (fels) wird begründen, warum es in diesem Jahr keine Mayday-Parade am 1. Mai in Berlin geben wird. Außerdem wollen wir über Erfolge und Grenzen der vier Berliner
Mayday-Paraden diskutieren. Organisierungsversuche von prekär Beschäftigten gibt es auch außerhalb des
Mayday, z.B. in den Gewerkschaften. Deswegen laden wir auch AktivistInnen der Jungen GEW Berlin zu der
Veranstaltung ein.
Wie im letzten Jahr soll es auch an diesem 1. Mai einen klassenkämpferischen Block in der DGB-Demonstration geben. Ein Aktivist der Vorbereitungsgruppe wird das Konzept vorstellen und begründen, warum eine
entschiedene Kritik an der Standortpolitik der DGB-Spitze notwendig ist, die die Gewerkschaftsbasis nicht
rechts liegen lässt.
Daneben wird es Infos zu den geplanten Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch in Berlin am 1. Mai und zum politischen und juristischen
Stand der Revolutionären 1.Mai-Demo um 18 Uhr geben.
Roter Abend: Mittwoch, 7. April
2010 ab 20 Uhr im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str.
73, Berlin-Friedrichshain. |
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Arbeitskämpfe und betriebliche Organisierung
Juristische Repressalien gegen die FAU
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Per einstweiliger Verfügung ist der FAU-Berlin zurzeit untersagt, sich Gewerkschaft zu nennen. Mittlerweile
sind ihre Sekretäre mit Geldstrafen und sogar Haft bedroht. Diese Repressalien sind die Folge eines Arbeitskampfes um einen Haustarifvertag, den die FAU gemeinsam mit der Belegschaft des Kinos Babylon
Mitte mehrere Monate geführt hat.
Auf dem Roten Abend wird ein Mitglied der Babylon-Belegschaft über den aktuellen Stand des Arbeitskampfs berichten. Der Berliner Arbeitsrechtler Klaus Stähle, der die FAU als Anwalt vertritt, wird eine kurze Einführung
in die juristische Problematik geben. |
Nach welchem Kriterium entscheidet ein Arbeitsgericht, was eine Gewerkschaft ist? Was bedeutet Begriffe wie Sozial- und Tarifmächtigkeit, die in dieser Auseinandersetzung eine Rolle spielen?
Warum sich auch gewerkschaftliche Kreise außerhalb der FAU für die Koalitionsfreiheit einsetzen sollten, wird der Publizist und Gewerkschaftsaktivist Willi Hajek mit Blick auf die Situation auch an der DGB-Basis erläutern.
Hajek gehört zu den Mitbegründern des „Solidaritätskomitee für gewerkschaftliche Freiheit“, das seine Arbeit vorstellt. Die Grundthese des Komitees, nicht Gerichte, sondern die Beschäftigten sollen darüber entscheiden, wie sie sich organisieren, wird von uns unterstützt.
Roter Abend: Mittwoch, 3. März 2010 ab 20 Uhr im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str. 73, Berlin-Friedrichshain. |
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S-Bahn Chaos in Berlin und
kapitalistische Verwertungslogik
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Vollgestopfte S-Bahnen, jeder 2. Zug fällt aus, Alltag im Berliner Nahverkehr. Ob im Winter oder Sommer,
das Berliner S-Bahn-Chaos kennt keine Jahreszeit. Trotzdem versuchen die politisch Verantwortlichen die
Fahrplanausfälle mit dem Wetter oder mit Materialproblemen zu begründen. Dabei ist das Berliner S-Bahn-Chaos ein Lehrstück über die geplante Privatisierung und Unterwerfung öffentlichem Eigentums unter das Wertgesetz des Kapitalismus. Die Folgen davon sind Personalabbau, ein höherer Druck auf die Belegschaften, die Schließung von Werkstätten und die Verringerung von Sicherheits- und Wartungsreserven. So führt jedes Problem gleich zu einem Betriebschaos bei der Berliner S-Bahn.
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Der Gewerkschafter Rainer Perschewski gibt eine politische Einschätzung und stellt die Frage nach dem
politischen Umgang mit dem Problem. Der Journalist Rainer Balcerowiak wird zur Diskussion stellen, ob in dem Fall der Berliner S-Bahn eine Neuausschreibung ein richtiger Schritt sein könnte. Dabei gilt es jedoch zu verhindern, dass ein Einfallstor für Lohndumping bei der Berliner S-Bahn geschaffen wird.
Roter Abend: Mittwoch, 3. Februar 2010 ab 20 Uhr im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str. 73, Berlin-Friedrichshain. |
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Putsch in Honduras:
US-Militärbasen in Kolumbien – Amerika vor einem rechten Rollback? |
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Große Teile der Linken richteten ihre Hoffnungen auf den amerikanischen Kontinent. In Venezuela, in Bolivien und Ecuador kamen in den letzten Jahren Regierungen an die Macht, in denen ehemalige AktivistInnen sozialer Bewegungen hohe Posten einnehmen . Sie hatten teilweise eine sozialistische Rhetorik, doch in der Praxis sorgten sie mit Sozialprogrammen für mehr soziale Gerechtigkeit, boten der neoliberalen Variante des Kapitalismus Paroli und setzten sich für eine größere politische und ökonomische Unabhängigkeit von den USA ein.
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Doch mit dem Putsch in Honduras und der Errichtung neuer US-Militärbasen in Kolumbien stellt sich die Frage, ob auf dem amerikanischen Kontinent ein rechter Rollback droht.
Und das ausgerechnet unter der Obama-Administration, von der manche eine Entspannung zwischen den USA und den Linksregierungen erwartet hatten. Der Lateinamerikaexperte Harald Neuber wird am Roten Abend die aktuelle Politik der USA zu diesen Regierungen analysieren. Außerdem wird er sich mit der Frage befassen, ob das Säbelrasseln zwischen Kolumbien und Venezuela einen realen Hintergrund hat. Oder stimmt die Einschätzung mancher BeobachterInnen, dass der enger werdende Verteilungsspielraum angesichts der Wirtschaftskrise und sinkender Ölpreise für die Linksregierungen und dabei besonders Venezuela das größere Problem ist.
Diskussionsveranstaltung mit Lateinamerika-Experten Harald Neuber
Roter Abend: Mittwoch, 6. Januar 2010 ab 20 Uhr im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str. 73, Berlin-Friedrichshain. |
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