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Solidaritätserklärung mit Angelo Lucifero


Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Roten Abend der Internationalen KommunistInnen am 4.7.07 erklären sich solidarisch mit den Gewerkschaftler Angelo Lucifero.

Wir haben uns heute versammelt, um über die Problematik von Gewerkschaften und rechtsextremen Einstellungen in ihrer Mitgliedschaft solidarisch zu diskutieren. Dazu haben wir Autoren eines neu erschienenen Buches zum Thema eingeladen. Diese dringend notwendige Debatte findet vor dem Hintergrund einer zurückgehenden Deutungsmacht der Gewerkschaften in gesellschaftlichen Diskursen und der strategischen Defensive der ArbeiterInnenbewegung statt.

Dennoch gibt es Kolleginnen und Kollegen, die sich weiterhin konsequent einer Vereinnahmung oder Einschüchterung durch die extreme Rechte widersetzen. Zu ihnen gehört Angelo Lucifero.

Als Teilnehmer an Sozialprotesten hat er sich am 15.3. in Erfurt mit einer Schreckschusswaffe gegen angreifende Nazis zur Wehr gesetzt. Wie schon so oft, musste er auch auf dieser Demonstration die Erfahrung machen, dass Polizei und Demoleitung die rechte Gefahr ignorierten. So blieb nur die Notwehr.

Gegen Angelo wird jetzt polizeilich ermittelt, er gerät auch innerhalb seiner Gewerkschaft ver.di unter Druck. Wir erklären uns mit ihm solidarisch und unterstützen den offenen Brief GewerksschafterInnen, die hier auf der Veranstaltung verlesen wurde.

Der Kampf gegen Rechtsextremismus und für die Rechte von ArbeiterInnen gehören untrennbar zusammen. Nur so lässt sich eine Gesellschaft erkämpfen, in der nicht Konkurrenz, sondern Solidarität das Verhältnis der Menschen zueinander prägt.

Einstimmig verabschiedet am Roten Abend der Internationalen KommunistInnen zum Thema Gewerkschaften und Rechtsextremismus am 4.7.07 in Berlin