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Fight G8 – Fight Repression!
Den Widerstand gegen die G8 in den Alltag tragen!


Die Polizeiaktion vom 9. Mai gegen linke Projekte in der ganzen Republik hat noch einmal deutlich gemacht: Die PolitikerInnen und die Staatsapparate sind nicht amüsiert über die Mobilisierung der unterschiedlichen politischen Spektren der linken Bewegung nach Heiligendamm. So kam die Allzweckwaffe gegen linken Protest, der §129a (Unterstützung einer “terroristischen” Vereinigung*) mal wieder zur Anwendung. Wie in der Vergangenheit ist auch in diesem Fall kaum mit Anklagen oder gar Verurteilungen zu rechnen. Doch das Ziel wäre aus Sicht des Staates schon erreicht, wenn sich die Anti-G8-Bewegung in friedliche und böse, weil angeblich unfriedliche DemonstrantInnen aufspalten würde. Daher ist eine klare Zurückweisung des juristischen Angriffs ohne jede Distanzierung wichtig: Über die richtigen Aktionsformen und Inhalte unseres Widerstands sollten wir ohne jegliche staatliche Bevormundung streiten.

Doch wir sollten angesichts des Staatsangriffs auch nicht in den Fehler verfallen, uns an der scheinbaren eigenen Gefährlichkeit und Wichtigkeit zu berauschen. Schließlich hat die Repression im wesentlichen vorbeugenden Charakter. Es soll vor allem verhindert werden, dass wir als Betroffene einer Politik wie sie auch aber nicht nur auf Gipfeln wie in Heiligendamm propagiert und mediengerecht inszeniert wird, Widerstand leisten.

Ein solcher Gipfel ist nicht nur eine Show, sondern für das Koordinieren und die Umsetzung der kapitalistischen Politik auf globaler Ebene notwendig. Doch als von den Jobcentern schikanierte Erwerbslose, mit immer penetranteren Gürtel-enger-schnallen-Parolen traktierte Lohnabhängige, von Studiengebühren und Bafög-Kürzungen gebeutelte Studierende ist der G8-Gipfel eben nicht der Polit-Event mit einer Entscheidungsschlacht vor den Zäunen von Heiligendamm. Damit die Gipfelinszenierung der Herrschenden nicht unwidersprochen bleibt, wollen wir Proteste in vielfältiger Form sichtbar machen.

Viele von uns werden vor Ort sein. Doch viele werden aus unterschiedlichen Gründen nicht nach Heiligendamm fahren wollen und können. Sei es, weil sie im Job gebunden sind, als Erwerbslose ständig auf Abruf bereitstehen müssen, als Flüchtlinge der Residenzpflicht im Landkreis unterliegen, dass heißt, den Landkreis des für sie zuständigen Ausländeramtes nicht verlassen können.

Auch sie können sich am Widerstand gegen die G8-Politik beteiligen, wenn eben nicht nur vor den Zäunen von Heiligendamm, dann im Alltag, vor dem Jobcenter, der Fabrik, in der Uni und im Stadtteil. In diesem Zusammenhang sehen wir auch den Streik unserer KollegInnen als Teil des Widerstandes gegen die Folgen der G8-Politik.

Uns ist bewusst, dass der Zustand der klassenkämpferischen Linken, als deren Teil wir uns begreifen, zur Zeit eher schwach ist. Doch wir wollen mit einigen Aktionen mithelfen, dass der Alltagswiderstand gegen die kapitalistische Politik, gegen Lohnkürzungen und Arbeitsverlängerungen, gegen Residenzpflicht für Erwerbslose und Flüchtlinge wieder an Stärke gewinnt.

Termine:

Donnerstag, 17.5.2007, 20.30 Uhr, Boxhagener Platz, Friedrichshain:
Videokundgebung gegen G8-Politik und Repression

Mittwoch, 30.5.2007: Aktionstag Berliner Erwerbsloser gegen G8

10 Uhr, Stadtteilladen Lunte, Weisestr. 53, Neukölln:
Ein-Eurojob-Spaziergang. Nach einem Frühstück in der Lunte wollen wir verschiedene Ein-Euro-Jobs besuchen und uns mit den Beschäftigten über ihre Arbeitsbedingungen unterhalten.

12 Uhr, Kundgebung Solidarität statt Prekarität:
Vor dem Jobcenter Neukölln, Sonnenallee 282.

15 Uhr, Zielona Gora, Grünberger Str. 73, Friedrichshain:
Erfahrungsaustausch mit TeilnehmerInnen des Euromarsches im Zielona Gora: Wie weiter nach dem Gipfel?

19 Uhr, Zielona Gora, Grünberger Str. 73, Friedrichshain:
Letzte Infos und Kurzfilme zur Mobilisierung gegen den G8-Gipfel. Es werden aktuelle Videos zur Mobilisierung gegen die G8-Politik in Heiligendamm und anderswo gezeigt. Es gibt Berichte über die Euromarschbewegung gegen Armut und Prekarität, die über verschiedene europäische Länder nach Heiligendamm zieht. Im Anschluss wird ein Vertreter des Bündnisses dissent letzte Infos zur Gipfelmobilisierung geben.

Samstag 2.6.07 Internationale Großdemo in Rostock

Am Samstagabend heißt es Camps beziehen und zum ersten Move-Against-G8.
Es folgen Aktionstage Landwirtschaft (3.6.), Migration (4.6.) und Militarismus (5.6.).
Anschließend Camp bei Reddelich und zum Gipfel Massen-Blockaden (6.-8.6.).

Mittwoch, 6.6.2007, 20 Uhr, Zielona Gora, Grünberger Str. 73, Friedrichshain:
Roter Abend der internationalen KommunistInnen. Film “Der große Ausverkauf”

Über die weltweiten Folgen der kapitalistischen Privatisierungspolitik und den Widerstand dagegen und Infos zu den Protesten gegen die G8-Politik in Heiligendamm und anderswo.

Der Kampf in der Uni, im Jobcenter, dem Stadtteil oder der Fabrik – das ist unsere Antwort auf ihre Politik!

Solidarität mit den Arbeitskämpfen bei der Telekom, im Einzelhandel und anderswo!

weitere Infos zu G8:

http://g8-tv.org

Interventionistische Linke

Gipfelsoli

Dissent

Anti-G8-Bündnis für eine Revolutionäre Perspektive

ums Ganze