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Aktionstag gegen Zwangsumzüge, Lohndumping und Hartz IV

Bericht und Bilder vom Aktionstag am 28. April 2006


Im Vorfeld des Berliner Mayday fand am Freitag ein Aktionstag gegen Zwangsumzüge, Lohndumping und Hartz IV in Berlin-Neukölln statt.

An einer abendlichen Videokundgebung nahmen über 100 Personen Teil. Neben einem Auftritt des Hamburger Rappers Holger Burner wurden Videoclips zum Widerstand gegen Sozialraub gezeigt. Die überwiegend aus dem Umfeld der Erwerbsloseninitiativen stammenden Teilnehmer informierten in Redebeiträgen über Verschärfungen und Auswirkungen der Hartz IV-Gesetze sowie den Widerstand dagegen und über den Mayday in Berlin.

Den Nachmittag über informierten „Piqueteros“ aus Argentinien sowie Vertreter eines spanischen Netzwerkes für Grundeinkommen auf einer Veranstaltung über ihre Erfahrungen im Kampf gegen Sozialabbau.

Bereits am Vormittag fand eine Kundgebung vor dem Arbeitsamt Sonnenallee statt. Unter großer Medienpräsenz äußerten die rund 50 Teilnehmer in Redebeiträgen und Flugblättern ihren Unmut gegen Hartz IV und Zwangsumzüge.

Der Aktionstag wurde vorbereitet von linken Gruppen, Anti-Hartz-Initiativen sowie dem Stadtteilladen Lunte und knüpft an die „Maisteine“-Kampagnen der letzen Jahre an. Mit diesen wurden im Vorfeld des 1. Mai die unterschiedlichen Protestformen gegen Sozialabbau sichtbar gemacht.

Der Aktionstag in Neukölln steht im Kontext der Vorbereitungen zur Mayday-Parade, die am 1. Mai erstmals in Berlin stattfindet. Sie beginnt um 16 Uhr am Spreewaldplatz in Kreuzberg.

Weitere Infos unter:

http://berlin.euromayday.org

10 Uhr: Kundgebung vor dem Arbeitsamt Neukölln

14 Uhr: Veranstaltung mit Piqueteros aus Argentinien und VertreterInnen des spanischen Netzwerks für Grundeinkommen

18 Uhr: Kundgebung vor dem Rathaus Neukölln